Mit beiden Füßen im Leben stehen

“Schönheit” hat ihren Preis; das gilt auch für unsere Füße. Das Tragen von zu hohen, zu spitzen oder zu engen Schuhen kann zu Fußdeformitäten führen. Häufigstes Erscheinungsbild ist der Hallux valgus. Glücklicherweise kann der Orthopäde hier helfen, denn die Fußchirurgie hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Durch individuell ausgewählte Operationsmethoden ist das Ergebnis ein normal geformter und vor allem schmerzfreier, voll belastbarer Fuß.

Die Füße – das Fundament unserer Körperstatik

Als Bestandteil unseres Bewegungsapparates kommt den Füßen eine ganz besondere Bedeutung zu. So tragen sie doch das ganze Gewicht unseres Körpers in unzähligen Schritten durch das Leben. Die Schuhmode, harte Böden und Übergewicht, aber auch genetische Faktoren führen häufig zu Vorfußdeformitäten. Als häufigste Fehlstellung resultieren der Großzehenballen (Hallux valgus), Hammer- und Krallenzehen. Durch Spreizung der Mittelfußknochen mit Abflachung des Fußquergewölbes kommt es zur Ausbildung eines Spreizfußes. Dabei treten die Mittelfußköpfchen nach unten und sind einer erhöhten Druckbelastung ausgesetzt. Wenn diese Deformitäten Beschwerden verursachen und sich durch konservative Maßnahmen nicht lindern lassen, sollte eine Operation durch den Orthopäden erwogen werden.

Wie können Füße schonend operiert werden?

Bis in die jüngste Vergangenheit wurden Fehlstellungen am Vorfuß von der Orthopädie eher stiefmütterlich behandelt. Während auf anderen medizinischen Fachgebieten in den vergangenen Jahrzehnten Fortschritte erzielt wurden, entwickelte sich die Fußchirurgie mit Operationsmethoden aus der ersten Hälfte des 20. Jh. in Deutschland nicht weiter. Die behandelnden Orthopäden traten auf der Stelle. Seit Mitte der 90er Jahre wurden die Operationsmethoden stetig verbessert, so dass Fehlstellungen an den Füßen heutzutage viel schonender als früher behoben werden können. Vor allem wird ein Funktionsverlust der Gelenke vermieden, da gelenkerhaltend operiert wird. Ziel der modernen chirurgischen Eingriffe ist es, die am Vorfuß wirkenden Muskelkräfte durch entsprechende Knochen- und/oder Weichteiloperationen zu harmonisieren. Die einzelnen Operationen unterscheiden sich, wie z.B. beim Hallux valgus, unter anderem durch die Schnittführung und die Höhe, auf der die Knochen durchtrennt und verschoben werden. Der Orthopäde fixiert die Knochen mit Schrauben, kleinen Platten oder Drähten, die später wieder entfernt werden können. Durch die stabile innere Fixierung kann ein spezieller Verbandsschuh den früher üblichen Gipsverband ersetzen. Der Fuß ist zeitnah nach dem Eingriff ohne Gehstützen voll belastbar. Zügelnde Verbände unterstützen den Heilungsverlauf.

Spezialisierte Operateure stehen für gute Erfolge

Die Entscheidung zu einer operativen Behandlung darf nicht leichtfertig getroffen werden. Kosmetische Erwägungen dürfen nicht im Vordergrund stehen. Die Beratung und der Eingriff selbst sollten durch einen spezialisierten Facharzt der Fußchirurgie durchgeführt werden. Dieser kann aus einer Vielzahl von modernen Operationstechniken befundabhängig und individuell das geeignete Verfahren auswählen. Nur so lässt sich der Behandlungserfolg optimieren. In unserer Praxis für Orthopädie in Düsseldorf beraten wir Sie gerne ausführlich, damit Sie auch in Zukunft mit beiden Füßen im Leben stehen.

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