Extrakorporale fokussierte, hochenergetische Stoßwellentherapie bei Kalkschulter, Fersensporn, Tennisarm und anderen Sehnenansatzreizungen

Bei der Stoßwellentherapie können Schallwellen hoher Energie erzeugt und durch einen Applikator (Transducer) in genau definierte Körperbereiche geleitet werden. Mit Hilfe dieses innovativen modernen Verfahrens können die Orthopäden Dr. med. Paul Dann und Dr. med. Jürgen Arnold krankhafte Veränderungen an Sehnen, Bändern, Kapseln, Muskeln und am Knochen gezielt beseitigen. Auch bei gereizten Sehnenscheiden, Schleimbeuteln und Muskelgleitlagern (Weichteilen) zeigt die Stoßwellentherapie sehr gute Behandlungserfolge.

Klassische Indikationen zur Stoßwellentherapie sind die Kalkschulter, der Fersensporn sowie der Tennisellenbogen. Bei einer Reizung der Achillessehne, einer Knochenhautentzündung des hinteren Fersenbeines („Haglundferse“), einer Entzündung der Kniescheibensehne („Jumper’s Knee“), einer Schleimbeutelreizung der Hüfte („Schnappende Hüfte“), sowie beim Golferellenbogen setzen wir diese Methode ebenfalls sehr verlässlich ein. Die Stoßwellentherapie beseitigt nicht nur die der Erkrankung zugrunde liegenden Strukturveränderungen, sondern regt auch die Regeneration des Gewebes an. Diese erfolgt durch eine sogenannte „Mikrotraumatisierung“, bei der die Gewebestruktur lokal gereizt und aufgelockert wird. Durch den nachfolgend starken Durchblutungseffekt können die Schmerz- und Entzündungsmediatoren (z.B. „Schlackestoff“ etc.) zum Abtransport gelangen. Außerdem werden durch den hohen Schallwellenimpuls Nervenendigungen betäubt, sodass sich die empfundenen Schmerzen sehr schnell wesentlich reduzieren. Der Orthopäde spricht hierbei auch von einer gezielten Schmerztherapie.

Wissenschaftlich betrachtet ist zusätzlich bekannt, dass das Knochenwachstum bei Knochenheilungsstörungen, z.B. nach Frakturen, durch Stoßwellen gefördert wird. Je nach Indikation wird zwischen der fokussierten und der radialen sowie der hochenergetischen und der niederenergetischen Stoßwellentherapie unterschieden. Unser Stoßwellengerät neuester Generation sieht alle möglichen Behandlungsformen mit der Stoßwelle im gesamten Spektrum vor und erfüllt jegliche zu fordernden Qualitätskriterien.

Extrakorporale Stoßwellentherapie bei Muskelschmerzen (Triggerstoßwellentherapie)

Zur Schmerztherapie ist die exakte Lokalisation der so genannten Trigger-Punkte durch den Orthopäden erforderlich. Trigger-Punkte sind dauerhaft verkürzte und somit tonuserhöhte, vergrößerte Muskelfaserabschnitte innerhalb eines Muskels. In oberflächlichen Muskeln kann man diese als Knoten oder Stränge ertasten. Sie mindern seine Geschmeidigkeit und Kraftentwicklung. Die vom zugehörigen Muskel geführten Gelenke verlieren an Beweglichkeit. Durch diese Folgen ist auch der Sportler in seiner Leistung eingeschränkt und neigt zu Überlastungssyndromen.

Die Reizung des Trigger-Punktes durch Druck löst den dem Patienten bekannten Schmerz und die spezifische Ausstrahlung der Beschwerden aus. Manchmal sind diese Schmerzereignisse von weiteren, dem Patienten erinnerlichen Phänomenen begleitet: z.B. Kribbeln, Taubheit, Krampf- oder Schweregefühl.

Die schmerzlindernde und entspannende Wirkung der Stoßwelle ist bislang noch nicht hinreichend aufgeklärt, allerdings weisen zahlreiche wissenschaftliche Studien auf eine Auflösung von Zellmembranen und auf die Veränderung des chemischen Milieus in der Zellumgebung hin. Hierüber ist der Schmerzlinderungsprozess überwiegend zu erklären.

Eine Überprüfung der Behandlungsindikation durch den Orthopäden geht der Stoßwellentherapie immer voraus. Hierbei steht die klinische Untersuchung im Vordergrund. Eine Ultraschalldiagnostik kann einen ergänzenden Hinweis geben. Ein Röntgenbild ist in seltenen Fällen zusätzlich zur Abklärung empfehlenswert. Damit wird die Diagnose sichergestellt und reproduzierbar bestätigt.

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