Eine der besonderen Behandlungsmethoden in unserer Praxis für Orthopädie ist die Periradikuläre Therapie (PRT). Darunter versteht man wirbelsäulennahe Infiltrationstechniken, die vor allem für Patienten mit Rückenschmerzen empfohlen sind, bei denen die Beschwerden auf die Reizung der kleinen Wirbelgelenke und einer oder mehrerer Nervenwurzeln zurückzuführen sind. Dieser Beschwerdekomplex ist oftmals im Rahmen eines Bandscheibenvorfalls mit in die Beine oder Arme ausstrahlenden Schmerzen verbunden. Eine konventionelle Schmerzbehandlung wird in den meisten Fällen keine dauerhafte Linderung hervorrufen. Ziel des Orthopäden ist es durch die Art der Behandlung vor allem eine Operation zu vermeiden.

Behandlung und Technik:

Die wirbelsäulennahen Infiltrationen werden in unserer Orthopädie Praxis durch die Anwendung unterschiedlicher Methoden durchgeführt. Je nach Beschwerdebild werden durch den Orthopäden verschiedene spezifische Techniken in individueller Abfolge und Häufigkeit miteinander kombiniert. Die Injektionen erfolgen in der Regel über einen Zeitraum von 1 bis 2 Wochen mehrfach wöchentlich bis zu täglich. In der jeweils ausgewählten Technik wird eine dünne Injektionsnadel bis unmittelbar an die gereizte Nervenstruktur vorgeschoben. Dadurch gelingt es, bestimmte ausgewählte Medikamente präzise in den Bereich der gereizten Nervenwurzel zu bringen, die dann direkt vor Ort ihre Wirkung entfalten können. Vorzugsweise erfolgt diese Therapie ambulant in unserer Praxis für Orthopädie in Düsseldorf unter erforderlicher Überwachung der Patienten, aber ohne Röntgenstrahlenbelastung, z.B. durch eine Computertomographie (CT).

Bei dieser Behandlung werden von dem Orthopäden Dr. med. Jürgen Arnold verschiedene gegen Entzündung wirkende Medikamente eingesetzt. Die genaue Auswahl der Präparate erfolgt immer angepasst an das einzelne Beschwerdebild. Da alle diese Medikamente örtlich wirksam sind, ist nur eine geringe Gesamtdosis erforderlich. Bei etwa 80 bis 90 Prozent der Patienten unserer Orthopädie Praxis kommt es unter dieser Behandlung zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden, bis hin zur völligen Schmerzfreiheit. Mit einem Ansprechen der Therapie ist nach 2 bis 4 Einzelbehandlungen zu rechnen. Diese Wirkung hält nicht nur während der Therapiedauer an, sondern zeigt auch bei Nachkontrollen unserer Patienten eine anhaltende Wirkung. Die Behandlung selbst ist wegen der zuvor durchgeführten örtlichen Betäubung schmerzarm.

Spezielle, wirbelsäulennahe Injektionsmethoden, die wir in unserer Praxis für Orthopädie in Düsseldorf durchführen:

Facettengelenkbehandlung (Infiltration an die kleinen Wirbelgelenke)

Nervenwurzelblockaden (Infiltration an einzelne gereizte Nervenwurzeln)

LSPA (Lumbale Spinalnerven Analgesie – Umflutung mehrerer gereizter Nervenwurzeln an der Lendenwirbelsäule)

CSPA (Cervikale Spinalnerven Analgesie - Umflutung mehrerer gereizter Nervenwurzeln an der Halswirbelsäule)

Epidurale Überflutung der Lendenwirbelsäule (gezielte Injektion in die Grenzschicht der Rückenmarkhäute zur Schmerztherapie sowie zur antientzündlichen Behandlung an mehreren Nervenwurzeln mit Regulation vegetativer Funktionen). Hierbei stehen den Orthopäden zwei Techniken zur Verfügung. Als Zugang kann die Öffnung des Wirbelsäulenkanals über dem Steißbein genutzt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht über den Zugang zwischen den einzelnen Dornfortsätzen an der Lendenwirbelsäule jeweils in spezieller Technik.

Epidurale perineurale Injektion (Injektion geringer Mengen an ausgewählten Medikamenten in gezielter Technik unter Verwendung sehr dünner Kanülen in Höhe eines Wirbelsäulensegmentes zur Infiltration an eine ausgewählte gereizte Nervenwurzel).

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